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Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf

Entscheiden

Person mit Entscheidungsschwierigkeiten

Eine gute Entscheidung fühlt sich angenehm an: Sie lassen die Fakten auf sich wirken und erhalten positive Körpersignale und Emotionen. Dann stimmt es.

Falls Sie nun unsicher sind, stellt sich die Frage, ob Sie die richtigen Fakten haben. Denn Studieninformationen sind der Grundstein jeder fundierten Entscheidung. Lassen Sie sich nicht zu einem Ausbildungsentscheid drängen – weder von sich selbst, noch von anderen – bevor Sie dieses allfällige Informationsdefizit nicht ausgeglichen haben.

Informationen rund ums Studium finden Sie beispielsweise hier:

Recherchieren Sie auf eigene Faust – und danach fragen Sie einfach: Fragen Sie Dozenten, fragen Sie aktuell Studierende. Fragen Sie, welche Berufsperspektiven sie sich vorstellen, fragen Sie, wie sie sich auf die Prüfungen vorbereitet haben, fragen Sie …

Eine gute Entscheidung fühlt sich gut an. Lassen Sie die Fakten auf sich wirken. Was sagt der Bauch? Die Vernunft hängt von der Fähigkeit ab, Gefühle zu empfinden. Ihr Körper sendet Signale aus dem emotionalen Erfahrungsgedächtnis (dort ist unser individuelles Wissen abgespeichert), die die Entscheidung als positiv oder negativ bewerten und so ihr Handeln steuern.

Intuition als Entscheidungshilfe

Ich kann mich nicht zwischen verschiedenen Alternativen entscheiden.

Wenn Sie sich bereits informiert und eine Auswahl getroffen haben, sind Sie dem Ziel schon sehr nahe. Für den letzten Schritt helfen konkrete Einblicke und Erfahrungen:

  • Nebst den Informationsveranstaltungen der Hochschulen ist es möglich, auf eigene Faust an der Hochschule Module zu besuchen. Die Vorlesungsverzeichnisse finden Sie auf den Websites der einzelnen Hochschulen.
  • Sprechen Sie mit Personen, die in Berufsfeldern arbeiten, in die ihre Ausbildungen führen. Fragen Sie Kollegen und Bekannte, ob sie jemanden im entsprechenden Berufsfeld kennen.

Ich frage mich, ob es wirklich das Richtige ist.

Um Sicherheit für die Entscheidung zu gewinnen, lohnt es sich, die Vorinformationen noch besser abzustützen:

  • Wenn Sie in Module schnuppern gehen, fragen Sie Ihre Sitznachbarn links und rechts, ob das, was Sie erleben, typisch für dieses Studienfach ist.
  • Fragen Sie Studierende, die Sie kennen oder an Besuchstagen antreffen, warum sie sich für dieses Studium entschieden haben, was ihnen gefällt, aber auch was nicht den Erwartungen entspricht.
  • Versuchen Sie «Arbeitsluft» zu schnuppern: Interessieren Sie sich z.B. für ein Medizin- oder Biologiestudium? Besuchen Sie Spitäler und Labors, um die Arbeitsumgebung zu erleben.
  • Tun Sie mal so, als ob es das Richtige wäre. Das nimmt Ihnen den Druck weg. Falls sich die Zweifel nun trotzdem melden, seien Sie ehrlich mit sich selber und horchen in sich hinein, was die allfälligen Zweifel oder unguten Gefühle mitteilen könnten.

Das Studium interessiert mich, aber die dazugehörende Berufsoptionen nicht.

  • Was ist Ihnen wichtiger: das Studium oder die nachfolgende Berufstätigkeit? 
  • Gibt es Möglichkeiten mit Berufserfahrung und Weiterbildung in ein gewünschtes Berufsfeld zu gelangen?
  • Gibt es noch Alternativen, die Ihre Studieninteressen und Berufsvorstellungen besser unter einen Hut bringen?

Ich frage mich, ob meine Fähigkeiten für das Studium reichen.

Diese Frage stellt sich oft bei naturwissenschaftlichen Studiengängen oder den Ingenieurwissenschaften. Anhaltspunkte können die entsprechenden Fachnoten, das gewählte Schwerpunkt- und/oder Ergänzungsfach sein. Wieviel Aufwand betreiben Sie? Sind Sie zufrieden mit dem geleisteten Aufwand und dem Resultat? Gibt es Luft nach oben, haben Sie Steigerungspotenzial für die Hochschule? Die Forschung belegt, dass bei der Intelligenz sehr viel genetisch vorgegeben ist. Hingegen ist Ihre Motivation, Aufwand zu betreiben, leichter veränderbar. Und mit Fleiss und Ausdauer wurden schon Berge versetzt.

Ich habe Angst, mich falsch zu entscheiden.

Die Studien- und Berufswahl ist eine wichtige Entscheidung in Ihrem Leben. Trotz gutem Wissensstand und Vorbereitung können Zweifel auftreten. Solche Zweifel gehören dazu. Keine Entscheidung kann im Vorfeld zu 100% als richtig beurteilt werden. Sie erfahren erst nachträglich, was an Ihrer Entscheidung gut, und was weniger gut war. Es gibt keine absolute Sicherheit. Seien Sie mutig und entscheiden Sie sich. Revidieren Sie Ihre Entscheidung, wenn es nötig ist.

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