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Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf

Bachelorstudium

Zwei junge Menschen auf dem Campus

Das Hochschulstudium ist aufgeteilt in Bachelor- und Masterstudium.

Der Bachelorabschluss ist der erste Abschluss und wird in der Regel in 3 bis 3.5 Jahre erreicht. An einer universitären Hochschule vermittelt das Bachelorstudium die grundlegende wissenschaftliche Bildung und methodische Kenntnisse. Ein Bachelorabschluss ist die Voraussetzung für das Masterstudium, welches während 1 ½ - 2 Jahren der wissenschaftlichen Vertiefung dient. Bei vielen Fachhochschulstudiengängen ist der Bachelor der Regelabschluss und erlaubt den Berufseinstieg. Aber auch an Fachhochschulen gibt es in vielen Studienrichtungen Masterstudiengänge. An Pädagogischen Hochschulen hängt der verlangte Regelabschluss von der zu unterrichtenden Unterrichtsstufe ab.

An universitären Hochschulen ist ein Bachelorstudium in der Regel als Vollzeitstudium konzipiert. Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen bieten oft auch viereinhalbjährige Studiengänge an. Gewählt werden kann zwischen Teilzeitstudium (Berufstätigkeit möglich) oder berufsbegleitenden Studium (fachbezogene Berufstätigkeit wird vorausgesetzt).

Ein Bachelorabschluss wird erreicht, wenn 180 ECTS-Punkte erreicht werden.

 

Ein ECTS Punkt weist Studienleistungen (insbesondere Vorlesungen, Arbeiten, Prüfungen) aus. Studierende erwerben ECTS Punkte, wenn sie Leistungsnachweise wie Prüfungen oder Referate erfolgreich absolvieren oder wissenschaftliche Arbeiten schreiben. Nur selten können ECTS-Punkte durch Präsenz erworben werden. Ein Kreditpunkt entspricht einem Arbeitsaufwand von 25-30 Stunden. Pro Semester erwirbt man bei einem Vollzeitstudium 30 ECTS-Punkte.

Reglemente und Wegleitungen gliedern den Studienaufbau. In der Regel werden in den ersten beiden Semestern des Bachelorstudiums die Grundlagen vermittelt. In den weiteren Semestern erfolgt eine zunehmende Vertiefung. Im letzten Semester wird die Bachelorarbeit geschrieben.

Studieninhalte werden in Modulen zusammengefasst. Ein bestimmtes Thema wird in verschiedenen Lehrformen (Vorlesungen, Übungen) vermittelt. Ein Modul beinhaltet oft drei bis sechs ECTS-Punkte.

An einer universitären Hochschule gibt es drei Studienmodelle:

  • Haupt- und Nebenfach: In den Geistes- und Sozialwissenschaften und teilweise den Natur- und Wirtschaftswissenschaften ist eine Kombination von freiwählbaren Haupt- und Nebenfächern möglich. Je nach Universität beinhaltet diese Kombinationsmöglichkeit unterschiedliche Anzahl von ECTS-Punkten.
  • Monofach: Recht, Medizin und Pharmazie, mehrheitlich technische und naturwissenschaftliche Studiengänge, sowie teilweise Wirtschaft und Psychologie sind Monofachstudiengänge. Es können keine Nebenfächer gewählt werden. Oft können oder müssen eine gewisse Anzahl ECTS-Punkte frei gewählt werden.
  • Interdisziplinäre Studiengänge: Internationale Beziehungen, Kulturwissenschaften oder Gender Studies sind integrierte Studiengänge. Hier wird ein zentrales Thema fächerübergreifend erarbeitet.

Fachhochschulen und pädagogische Hochschulen sind in der Regel Monostudiengänge. Oft stehen in den letzten Studiensemestern Vertiefungsrichtungen zur Wahl.

Mehr Informationen zum Aufbau und Ablauf eines Studiums finden sie auf berufsberatung.ch:

In Studiengängen ohne Eignungsabklärung hat das erste Studienjahr oft selektiven Charakter. Es muss erfolgreich absolviert werden, bevor weiterstudiert werden kann. Die Assessmentprüfungen können einmal wiederholt werden. Bei zweimaligem Nicht-Bestehen ist man vom entsprechenden Studium schweizweit gesperrt.

Die Studienkosten setzen sich zusammen aus Semestergebühren, Anmelde- und Prüfungsgebühren sowie Kosten für Studienmaterial.

Die Semestergebühren an universitären Hochschulen, öffentlichen Fachhochschulen sowie pädagogischen Hochschulen betragen wischen CHF 500.- und CHF 2’000.- An privaten Fachhochschulen sind sie deutlich höher und können zwischen CHF 1’900 und CHF 5’400 betragen. Diese Studiengänge ermöglichen aber eine Berufstätigkeit von mindestens 50%.

Die Gesamtkosten eines Studiums belaufen sich auf ca. CHF 25'000.- pro Jahr. Darin eingeschlossen sind sämtliche Lebensunterhaltskosten. Sie sind abhängig vom Lebensstil und Wohnort (zuhause respektive am Studienort). Eine Kostenübersicht finden Sie auf berufsberatung.ch. Der Dachverband Budgetberatung Schweiz stellt auf seiner Webseite Budgetrichtlinien für Studierende zur Verfügung.

Für die Finanzierung der beruflichen Erstausbildung (Berufsausbildung, Studium / Ausbildung nach gymnasialer und Fachmatur) sind grundsätzlich die Eltern zuständig (nach ZGB, Art. 276 und 277).

Sind die Eltern wegen zu geringen finanziellen Möglichkeiten nicht im Stande, die geforderte Unterhaltspflicht zu erfüllen, können auf Antrag Unterstützungsbeiträge vom Wohnsitzkanton in Form von Stipendien gewährt werden.

Wird das Studium als Zweitausbildung erachtet, werden Personen mit eingeschränkten finanziellen Mitteln vom Wohnsitzkanton Unterstützungsbeiträge in Form von Darlehen zugestanden.

Weitere Informationen können Sie unserer Kurzinfo «Stipendien und Darlehen» entnehmen oder auf der Seite des Kantons www.ag.ch/Stipendien.

Verschiedene Stiftungen vergeben Stipendien oder Darlehen. Eine Übersicht finden Sie im Nationalen Stiftungsverzeichnis. Zudem können Hochschulen in begründeten Fällen die Bezahlung von Semestergebühren erlassen.

Es empfiehlt sich nicht, im ersten Studienjahr resp. Assessmentjahr im grösseren Umfang zu arbeiten. Je länger das Studium dauert, desto einfacher lässt sich Arbeit und Studium vereinbaren.

Viele Studierende arbeiten in den Semesterferien oder über das Studienjahr verteilt, auch wenn die Studiengänge an den Universitäten und die meisten an den Fachhochschulen Vollzeitstudien sind.

Das Nachgehen einer Erwerbsarbeit erleichtern berufsbegleitende und Teilzeitstudiengänge, die mit ganz wenigen Ausnahmen nur an Fachhochschulen angeboten werden, und dies v. a. in den Bereichen Technik und Wirtschaft. Als Alternative kann ein Fernstudium in Frage kommen, weil es oft eine Nebenbeschäftigung in relativ grossem Umfang ermöglicht.

Informationen zum Stellenmarkt finden Sie auf berufsberatung.ch und eine Übersicht über die gängigen Online-Portalle auf der SDBB Kurzinfo «Online-Portale zur Stellensuche».

Für ausländische Studierende gelten besondere Regeln. Diese sind auf der Seite von swissuniversities ersichtlich (Text auf Englisch).

Für Temporärarbeitende wurde ein eigener Weiterbildungsfonds geschaffen, dazu finden Sie hier ausführliche Infos: Temptraining.

Wenn Sie während des Studiums feststellen, dass der gewählte Studiengang nicht dem entspricht, was Sie sich vorgestellt haben, ist allenfalls ein Studienfachwechsel eine Option.

Treffen Sie diese Entscheidung aber nicht im Affekt, sondern lassen Sie sich dafür Zeit. Informieren Sie sich vorgängig auch über den neuen Wunschstudiengang und sprechen Sie mit Studierenden dieses Studiengangs.

In vielen Fällen ist es sinnvoll, diesen Entscheid mit der Studienberatung zu besprechen. Sie können sich hier für die Studienberatung anmelden oder einen Termin mit der Beratungsstelle Ihrer Hochschule abmachen.

Wechsel von der Uni an die FH oder umgekehrt sind bei fachverwandten Studienrichtungen möglich. Je nach Fachrichtung müssen Zusatzleistungen von 20 – 60 ECTS Punkte geleistet werden. Die jeweilige Hochschule entscheidet über die Auflagen. Eine Übersicht finden Sie auf der Konkordanzliste.

Bei der Vorbereitung auf ein Auslandsemester oder ein Vollstudium im Ausland müssen Sie viele Fragen klären:

  • Welches Land, welche Uni bietet mir gute Ausbildungsmöglichkeiten?
  • Welches Land, welche Kultur interessiert mich?
  • Wie sind die Zulassungsbedingungen an der bestimmten Uni?
  • Wie sind die ausländischen Studienleistungen in der Schweiz anerkannt?
  • Wie ist ein ausländischer Ausbildungsabschluss in der Schweiz anerkannt?
  • Wie finanziere ich mir ein Auslandsemester oder ein Vollstudium im Ausland?

Ein Vollstudium im Ausland ist teuer und empfiehlt sich vor allem dann, wenn der entsprechende Studiengang bei uns nicht angeboten wird. Für Schweizerinnen und Schweizer ist es oft einfacher, ein Studium in der Schweiz zu beginnen und dann ein oder zwei Auslandsemester einzuschalten. Auf jeden Fall ist viel Eigeninitiative gefragt.

Weitere Informationen

Arbeit / Berufspraktikum im Ausland

Das eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bietet auf seiner Website www.swissemigration.ch Informationen und konkrete Unterstützung bei der Planung eines Auslandaufenthaltes, resp. einer Auswanderung. Im Bereich Arbeiten im Ausland findet man wertvolle Tipps zur Stellensuche und Bewerbung im Ausland.

An Universitären Hochschulen ist in der Regel der Bachelor nicht berufsbefähigend. Trotzdem kann es Sinnvoll sein, vor dem Beginn des Masterstudiums Praxiserfahrung  und erste Berufserfahrung zu sammeln. Praktika oder Auslandaufenthalte können den Erfahrungsschatz erweitern. Hingegen ist an Fachhochschulen der Bachelor der berufsqualifizierender Regelabschluss.