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Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf

Studienablauf

Sie haben die Anmeldesbestätigung erhalten, allenfalls eine Einladung zum Erstsemestrigentag. Sie freuen sich darauf, dass Ihr Studium beginnt – aber was heisst es zu studieren? Wie läuft ein Studium konkret ab und was ist dabei zu beachten?

Umfassende Informationen zu diesen Fragen finden Sie auf www.berufsberatung.ch/Studium unter «Hochschullandschaft der Schweiz» in den Kapiteln

Wir haben hier ein kleines, hochschulübergreifendes Glossar der aus unserer Sicht wichtigsten Themen / Begriffe für Sie zusammengestellt.

Glossar zum Studium

Die Schweizer Hochschulen kennen alle dieses international anerkannte Studiensystem. Den Bachelor-Abschluss erhalten Sie bei einem Vollzeitstudium in der Regel nach 3 bis 3.5 Jahre, abhängig davon, ob Sie die erforderlichen Leistungen erzielen und die Leistungshürden im ersten Anlauf überwinden können. Vor allem im Gesundheitsbereich kann das Bachelor-Studium auch länger dauern, insbesondere aber auch bei einem Teilzeit- und berufsbegleitenden Studium, wie sie an den Fachhochschulen angeboten werden.

Das Master-Studium im Anschluss (d. h. konsekutiv) hat einen fachvertiefenden, wissenschaftsorientierten Fokus und dauert zwischen 1.5 und 2.5 Jahren.

Für den Bachelor-Abschluss brauchen Sie 180, für den Master 90 bis 150 ECTS-Punkte. Die Punkte erhalten Sie für erfolgreich erfüllte Leistungen während dem Studium, d. h. für den Besuch einer Vorlesung, für eine bestandene Prüfung, für das Verfassen einer Seminar- oder Semesterarbeit.

Die Qualität Ihrer Studienleistungen widerspiegelt sich nicht in diesen Punkten, sondern wird mit Noten von 1 bis 6 beurteilt. Bei einem Vollzeitstudium wird das Erzielen von 30 ECTS pro Semester als realistisch erachtet.

An den Fachhochschulen werden die Studiengänge ausschliesslich als Monofächer angeboten, d. h. die erforderlichen 180 ECTS-Punkte sind hauptsächlich in der gewählten Studienrichtung zu erzielen.

Auch an Universitäten werden gewisse Studienrichtungen nur als Monofach angeboten, z. B. Medizin, Rechtswissenschaften, Ingenieurwissenschaften. Oder je nach Universität auch zum Teil als Monofach, wie z. B. bei Wirtschafts- und Naturwissenschaften oder Psychologie.

In vielen Studienfächer können aber lediglich 90 bis 150 ECTS-Punkte erreicht werden (Hauptfach), sodass das Studiums eines zweiten Hauptfaches oder von sogenannten Nebenfächer erforderlich ist.

Sowohl in den Monofächer wie auch in den Haupt- und Nebenfächern können Schwerpunkte in Form von Vertiefungsrichtungen gewählt werden.

Insbesondere in Studienrichtungen, für die keine Eignungsabklärung im Vorfeld zu bestehen ist, also bei den meisten universitären Studiengängen, hat das erste Studienjahr selektiven Charakter. Das Basis- und Grundwissen, das im ersten Studienjahr vermittelt wird und angeeignet werden muss, wird am Ende des 1. und / oder des 2. Semesters umfassend geprüft.

In der Gestaltung Ihres Studiums sind Sie je nach Hochschule und Studienrichtung freier (am ehesten in den Sprach-, Sozial- und Geisteswissenschaften an den Universitäten). Insbesondere in den Monofächer und den Fachhochschulstudiengängen ist der Studienaufbau starkt strukturiert und definiert, in anderen Fächern v. a. häufig im ersten Studienjahr.

An den Universitäten ist es erforderlich, auch obligatorisch zu besuchende Veranstaltungen in Form von Modulen individuell zu buchen. Diese Buchungen sind jeweils nur in einem eher engen Zeitrahmen möglich und sind verbindlich. Verpassen Sie dieses Zeitfenster nicht.

Damit der Start ins Studium gut gelingt, empfiehlt es sich, entsprechende Angebote zu nutzen. Sowohl an Fachhochschulen wie an Universitäten werden häufig Kurse in Statistik, Mathematik oder Informatik angeboten, die im Vorfeld eines Studiums besucht werden können. Erkundigen Sie sich direkt bei der Hochschule Ihrer Wahl.

Für gewisse Studienfächer an den Universitäten sind Latein-Kenntnisse unabdingbar. Diese können, wenn nicht vorhanden, während des Studiums erworben werden, am besten zu Beginn. Um eine damit einhergehende Studienzeitverlängerung zu vermeiden, kennt die Universität Basel als einzige Deutschschweizer Universität die Latein-Sommerschule, in der intensiv über zwei Monate hinweg das erforderliche Knowhow erworben werden kann. Informationen zum Latinum finden Sie auch hier.

Die Erstsemestrigentage der Universitäten sollen Ihnen den Studienbeginn mit Tipps und Tricks erleichtern und Uni sowie Fächer spezifisches Insider-Wissen aufzeigen. Diese Tage erlauben Ihnen auch, erste Kontakte zu knüpfen und allenfalls einen Mentor / eine Mentorin für den Studienalltag zu finden.

Unser Angebot

  • Kurzinfo «Bachelor und Master an Schweizer Hochschulen»
  • Newsletter Artikel «Uni-ABC»
  • Literatur (in unseren Info-Zentren):
    Schweizer Studienführer 2: Studieren in der Schweiz. SDBB, 2011
    Das Schweizer Handbuch für Studenten. Beobachter, 2014
    Survival Tipps für Studienanfänger. Der andere Ratgeber von Studenten für Studenten. Ariston, 2008

Weitere Quellen

Für Fragen aller Art, sei es zum Studium im engeren Sinne, sei es zu Fragen rund ums Studium oder darüber hinaus, finden Sie an allen Hochschulen einerseits spezifische Beratungsstellen, aber auch Studierendenorganisationen, Fachvereine u. ä., die Anlaufstelle für Sie sein können. Besuchen Sie dafür die Website Ihrer Hochschule.